WHITE NOISE
Ein Schwarm. Es will ein Schwarm sein. Verklebt sind wir, miteinander, aneinander. Wir rennen einen unfreiwilligen Marathon und fragen uns, wer uns dafür angemeldet hat und ob man sich auch wieder abmelden kann. Wir schwimmen in einem Meer aus Schlagzeilen und fragen uns: War das schon immer so? Wir schwimmen in einem digitalen See und kommen atemlos am Ufer an. Leer schaue ich das Wasser an und fühle nichts. Ich stürze mich wieder hinein, bis ich nicht mehr kann. Welche Information ich für wahr empfinde, ist eine politisch motivierte Entscheidung geworden. Mein Vertrauen ist schon lange tot. In der Nacht träume ich absurde Scheisse und soll dann als aufrichtiger Mensch durchs Leben gehen? Vom Rauschen auf und um die Erde. Vom Rauschen in unseren Gehirnen. Vom Rauschen in unseren Herzen. Vom Rauschen in unseren Venen. Vom Rauschen zwischen uns. Hol' mich hier bloss nicht raus, doch wenn du es tust, nimm' mir all dies' weg und gib's mir nie wieder! Ich brauche den Lärm nicht, wenn ich dich habe.
Elf Schauspieler*innen trauern um ihr Nervensystem. Aufmerksamkeit ist eine begrenzte Ressource und alle wollen sie haben. Auf der Suche nach einem Weg aus Überforderung, Informationsüberfluss, Erinnerungen und Einsamkeit, ohne zu wissen, ob es ihn gibt.
Schauspieler*innen: Jakob Dumke, Nellie Hächler, Valentin Händel, Franka Kohlmey, Onur Kurtulmus, Jon Mattmüller, Anouk Sarbacher, Judith Steinbrecher, Fabiola Strugalla, Janis Urosevic und Anna Sarah Waterstradt.
Regie und Konzept: Lukas Bangerter & Ensemble
Technische Leitung: Dario Droste
Musikalische Betreuung: Barbara Borgir
Sprechen/Stimme: Julia Kiesler
Kostüm: Regula Hug
Regieassistenz: Elisa Lynn Dillier